Dienstag, 22. September 2015

DIY / Upcycling - Teppich aus alten Jeans

Wenn meine Jeans Löcher kriegen, mache ich kurze Hosen daraus. Ich habe jetzt sehr viele kurze Hosen :) Übrig bleiben die Hosenbeine. Und daraus kann man wunderbar Teppiche weben. Wie das geht, erfahrst Du hier:
Jeansteppich (ca. 40cm x 60cm)



Materialliste
- Holzleisten für einen Rahmen 
- Tacker oder Hammer + Nägel
- Ein Knäul Baumwollgarn
- Alte Jeans
- Stoffschere 







1. Rahmen und Kettfäden
 Ein Rahmen kann einfach aus vier Holzleisten gefertigt werden. Dieser kann mit Hammer und Nagel du einem Viereck (oder Rechteck) zusammengebaut werden. Auch eignen sich alte Holzbilderrahmen, Webrahmen oder ähnliches. Ich habe diesen Rahmen bei meiner Mutter im Brennholz gefunden. Etwas wackelig, aber funktional.

Wenn der Rahmen fertig ist braucht er Kettfäden. Die Kettfäden gehen von oben nach unten und wieder nach oben (usw.). Die Farbwahl spielt hierbei keine Rolle. Ich persönlich mag den Kontrast von weiß und blau. Deshalb ist mein Kettfaden ein weißes Häkelgarn aus Baumwolle. Dieses tackerst Du nun im Abstand von 0,5cm fest. 
Kettfäden am Webrahmen

Nachdem dieser Rahmen fertig war, habe ich einen auf dem Flohmarkt ergattert. Der Neue ist mit Nägeln bestückt und dadurch mit weniger Arbeit wiederverwendbar. 

Aber zum Ausprobieren reicht auch die getackerte Variante.




2. Jeans zuschneiden
Als nächstes musst Du aus dem Hosenbein eine Art Schussfaden herstellen. Kette und Schuss gehören zusammen. Der Begriff kommt aus der Stoffherstellung und bezeichnet den Prozess, in dem der Schussfaden durch den Kettfaden "geschossen" wird.
Du schneidest quasi eine "M"-Form aus dem Hosenbein. Die vernähten Seite habe ich einfach abgeschnitten. 

Zuschnitt aus dem Hosenbein


Je breiter die Jeansstreifen sind, desto gröber wird der Teppich. Ich habe mich für 3 cm breite Streifen entschieden. Es ist nicht so wichtig, dass die Streifen exakt gleich breit sind an jeder Stelle.

Solltest Du einzelne, lange und gerade Jeansstreifen geschnitten haben, ist das auch kein Problem. Ich zeige auf den Bildern, wie die fransigen Seiten am Ende einfach verschwinden. 


  3. Jeansfaden wird Schussfaden
Du hast den fertigen Rahmen vor Dir. Die Jeans sind in Streifen geschnitten. Los geht! Einfach die Jeans durch die Kettfäden ziehen und dabei immer 1.Faden hoch und 2. tief lassen. Am Ende dreht ihr um und macht es genau umgekeht. 1.Faden tief und 2. Faden hoch. Dabei entwickelt vermutlich jede*r ihr*seine eigene Technik. 



1. Nach ein paar Reihen sieht man die ersten Ergebnisse              2.Nahaufnahme            3. Abwechselnd - hoch - tief - hoch






 

  4. Jeansfaden wechseln
Wenn der Faden zu Ende geht, muss ein Neuer angefangen werden. Entweder Du lässt das Ende einfach am Rand raushängen oder der neue Jeansstreifen muss ca. 2-4 Kettfäden zusammen durchlaufen. Um das Ende zu stabilisieren, hilft ein Knoten oder eine Nadel.




5. Fertig: Fäden verknoten und abschneiden
Wenn der Teppich die gewünschte Größe hat, können die Fäden abgeschnitten und verknotet werden. Ich fange immer in der Mitte an weil es dann lange stabil ist. Zwei Fäden abschneiden und einen engen Doppelknoten machen. Das ist etwas Geduldsarbeit. 

Wichtig: Der Knoten darf sich auf keinen Fall wieder lösen.
 

Einfache Naht zum Fixieren
 6. Ränder versäubern
Zum Versäubern gibt es nun mehrere Varianten. 
  • Einfassband, erhältlich in mehreren Farben (sauberes Ende)
  • Jeans zum Einfassen (sauberes Ende)
  • einfache Nacht + Zickzack-/ Kettelstich (fransiges Ende)




ca. 5-10 cm breites Jeansstück gegenlegen und annähen (links auf links). Dann einfach einschlagen, umschlagen und knapp vernähen.



7. Nie wieder kalte Füße auf den Badezimmerfliesen bekommen :)

Übrigens: Reststreifen lassen sich sehr gut mit den Jeansnähten bändigen, die zum Weben abgeschnitten wurden.
 






















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